Der Finanzminister hat die Pauschalen für Auswärtstätigkeit an die internationale Preis- und Kostenentwicklung angepasst. Die Werte muss man nicht kennen oder in die Steuererklärung eintragen, das Finanzamt berücksichtigt sie automatisch.

Der BLB-Tipp:     Lassen Sie sich aber vom Arbeitgeber bestätigen, an wie viel Tagen Sie wo über 8 oder 24 Stunden eingesetzt waren und ob Ihnen dafür Kosten ersetzt oder nicht ersetzt wurden. Das gilt auch für Auswärtstätigkeit im Inland.
 

Bei manchen Studiengängen gehört es dazu, dass ein oder mehrere Semester an einer ausländischen Partner-Universität absolviert werden. Dafür fallen Reise- und Unterbringungskosten an, die man irgendwie aufbringen muss.

Der BLB-Tipp:   Leider nur in den Fällen, in denen der oder die Studierende bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, kann in Erwägung gezogen werden, das Finanzamt über die Steuererklärung an den Kosten zu beteiligen.
 

Schmutz und Laub, Hundekot und Kippen würden die Wege verdrecken, wenn sie nicht jemand Tag für Tag reinigen täte.
Wer auch immer das erledigt, er bekommt Geld dafür – Ihr Geld. Sie zahlen zwar nicht bar, aber unsichtbar – mit Ihrer Miete.

Der BLB-Tipp:  Diese und weitere Kosten sind in der alljährlichen Abrechnung der Hausverwaltung versteckt und steuerlich interessant. Die Nebenkostenabrechnung bringen Sie also bitte zum nächsten Beratungstermin mit.
 

Wird das eigene Kind vom Papa ins Ausland entführt und kann von der Mama nur auf dem Rechtsweg zurück geholt werden, fallen Prozesskosten und weitere hohe Kosten an. Obwohl das wie ein ganz außergewöhnliches Szenario aussieht, sind diese Kosten keine außergewöhnlichen Belastungen im steuerlichen Sinne. 

Der BLB-Tipp:   Prozesskosten für Anwalt und Gericht sind steuerlich prinzipiell nur absetzbar, wenn sie von der Höhe her als existenzbedrohlich zu bewerten sind.
 

Wer auf Grundlage seines Arbeitsvertrages im Homeoffice arbeitet, kann im Zuge der Corona-Pandemie keine steuerlichen Vergünstigung dafür erwarten, dass er nun aber wirklich nur von zuhause aus tätig ist. Aber es gibt Ausnahmen.

Der BLB-Tipp:   Deutschland und Österreich haben vereinbart, dass Pendler, die nun im Homeoffice arbeiten, steuerlich so zu behandeln sind, als würden sie weiter ins Nachbarland pendeln. Das gilt auch für Angestellte im öffentlichen Dienst.

Das verstehe wer will: die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung sind genau wie die KV-Beiträge steuerlich begünstigt, obwohl sie zur Absicherung einer Pflege im Alter mit Sicherheit nicht reichen. Daher soll man sich ja möglichst zusätzlich noch privat pflegeversichern. Die Beiträge dafür aber sind steuerlich belanglos.

Der BLB-Tipp:   Zwar wurde dies jüngst von einem Finanzgericht bestätigt, jedoch nicht abschließend. Das letzte Wort hat nun hat der Bundesfinanzhof. Wir behalten das im Auge, und legen, falls es Sie betrifft, gern schon mal Einspruch für Sie ein.